Vortragsreihe am Hamburger Zentrum für Universitäres Lehren und Lernen

custom header picture

Bildung durch Wissenschaft – Prof. Dr. Hans-Christoph Koller

09. Mai 2018 Simona Varrella Keine Kommentare

Prof. Dr. Hans-Christoph Koller wird am 04.10. (17:30 Uhr) bei uns zum Konzept „Bildung durch Wissenschaft“ referieren.

Das Leitbild universitärer Lehre der Universität Hamburg beschreibt „Bildung durch Wissenschaft“ als Ziel akademischer Lehre. Doch was genau ist dabei unter Bildung zu verstehen? Welches Verständnis von Bildung kann bei der Planung und Gestaltung universitärer Lehre als Orientierung dienen? Und wie kann das Studium einer Wissenschaft zu Bildung beitragen? Der Vortrag wird ausgehend von der klassischen Bildungstheorie Wilhelm von Humboldts eine Neufassung des Bildungsbegriffs vorschlagen, die Bildung als Transformation der Art und Weise versteht, in der Menschen sich zur Welt, zu anderen und zu sich selbst verhalten, und die erforderlich wird, wenn Menschen mit neuartigen Problemen konfrontiert werden, für deren Bearbeitung ihr bisheriges Welt- und Selbstverständnis nicht mehr ausreicht. Daran anknüpfend soll erörtert werden, wie ein wissenschaftliches Studium aussehen müsste, das solche Transformationsprozesse ermöglicht und unterstützt.

  • HUL, Raum 2018 (Schlüterstraße 51, 20146 Hamburg)
  • 04.10.2018, 17:30 – 19:00

SoTL Paderborn – Videomitschnitt Prof. Dr. Robert Kordts-Freudinger

01. März 2018 Tobias Schmohl Keine Kommentare

Scholarship of Teaching and Learning (SoTL) – ein Ansatz und seine Potenziale am Beispiel der Universität Paderborn: Unter diesem Titel steht der Vortrag von Prof. Dr. Robert Kordts-Freudinger am 06.04.2018 (17.30–19.00 Uhr, HUL-Raum 2018).

SoTL ist seit Jahrzehnten eine internationale Bewegung mit dem Ziel, dass Fachwissenschaftler/innen ihre eigene Lehre beforschen. In Deutschland sind die SoTL-Aktivitäten noch zaghaft. Der Vortrag soll einen Ein- und Überblick über eine SoTL-Initiative an der Universität Paderborn geben. Vorgestellt werden die Ergebnisse einer Analyse von SoTL-Berichten, die im Rahmen eines hochschuldidaktischen Zertifikatsprogramms entstanden sind. Es soll gezeigt werden, wo die beteiligten Fachwissenschaftler/innen in ihren Forschungen zur Lehre Schwerpunkte setzen, welche Untersuchungsdesigns sie am häufigsten wählen, welche Forschungsmethoden zum Einsatz kommen und welche Ziele bzw. welche Zwecke vorrangig angestrebt werden. Anhand ausgewählter Ergebnisse wird diskutiert, welche möglichen Effekte die SoTL-Projekte haben und wie sich die untersuchte SoTL-Initiative an der Universität weiterentwickeln lässt.

Der Vortrag ist wie immer öffentlich; Interessierte sind herzlich eingeladen.

Weitere Literatur:

Kordts-Freudinger, R., Braukmann, J. & Schulte, R. (in Vorbereitung).
Scholarship of Teaching and Learning – individuell-evidenzbasiertes Lehren. In N. Schaper & B. Szczyrba (Hrsg.), Forschungsformate zur evidenzbasierten Fundierung hochschuldidaktischen Handelns. Köln.

Antrittsvorlesung, Videomitschnitt Prof. Dr. Carla Bohndick

09. Januar 2018 Gabi Reinmann Keine Kommentare

Eingebettet in die HUL-Ringvorlesung wird Carla Bohndick, seit Oktober 2017 Juniorprofessorin am HUL, am 12. Februar 2018 ihre Antrittsvorlesung mit dem Titel „Person und Situation in der Forschung zum Lehren und Lernen an der Hochschule“ halten. Uhrzeit: 16.00-17.30. Interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer sind herzlich eingeladen.

Hier die Aufzeichnung:

Videomitschnitt Prof. Scharlau

13. Dezember 2017 Tobias Schmohl Keine Kommentare

Die Aufzeichnung zu Prof. Dr. Ingrid Scharlaus Vortrag „Das Verhältnis der Hochschuldidaktik zu den Fächern“ vom vergangenen Freitag ist fertig nachbereitet. Ingrid Scharlau behandelt die Frage, welche Aufgabe einer Hochschuldidaktik zukommt, die fachsensibel in dem Sinn agiert, dass sie fachkulturelle Unterschiede in den Blick nimmt und das „Sprechen“ darüber (das unter den heutigen Komplexitätsbedingungen schwieriger geworden ist) systematisch zu ermöglichen versucht. Gabi Reinmann hat in einem Blogbeitrag bereits eine kurze Reflexion zu dem Vortrag gepostet, der sich gut als ergänzende Lektüre eignet und der auch einen Hinweis auf weiterführende Literatur gibt…

Ingrid Scharlaus Beitrag kommt übrigens komplett ohne Präsentation aus, daher sind auch im Video keine PPT-Slides hinterlegt.

Videomitschnitt Prof. Nieke

05. Dezember 2017 Tobias Schmohl Keine Kommentare

Vergangene Woche war Prof. Dr. Wolfgang Nieke (Emeritus der Universität Rostock) bei uns zu Gast am HUL. Zu seinem Vortrag ist jetzt die Video-Aufzeichnung verfügbar: Der Vortrag konfrontierte die älteren wissenschaftsdidaktischen Beiträge der 1970er und 1980er Jahre (Klüver, Flechsig, von Hentig, Huber etc.) mit der Hochschulsituation im 21. Jahrhundert und den Anforderungen, die heute an Hochschulen gestellt werden. Sein Beitrag kann als bildungstheoretischer Entwurf für eine programmatische Neuausrichtung der Art, wie wir Hochschulbildung verstehen und beitreiben, verstanden werden.

Hier die Aufzeichnung:

Fach- vs. Hochschuldidaktik

02. Dezember 2017 Tobias Schmohl Keine Kommentare

Welche Rolle kann eine Hochschuldidaktik gegenüber den Hochschul-Fächern spielen? Anhand welcher Expertise(n) ließen sich fachliche oder fachdidaktische Entscheidungen begleiten? Und widerspricht das Konzept einer (allgemeinen) Hochschuldidaktik nicht der Logik fachspezifisch ausdifferenzierter Didaktiken? Diese Fragen standen bereits im letzten Vortrag unserer Ringvorlesungsreihe im Raum, als Prof. Dr. Wolfgang Nieke am 28.11.2017 zum Thema Wissenschaftsdidaktik für eine Neuauflage der humanistischen Formel „Bildung durch Wissenschaft“ plädierte.

Im nächsten Vortrag unserer Reihe wird Prof. Dr. Ingrid Scharlau nun den Faden aufgreifen und ihn anhand einer (auch) sozialisationstheoretischen Perspektive mit Bezügen zu Pierre Bourdieu und Ludwig Huber weiterspinnen.

  • HUL, Raum 2018 (Schlüterstraße 51, 20146 Hamburg)
  • 11.12.2017, Beginn 16:00 Uhr s.t.

Prof. Nieke: Wissenschaftsdidaktik vor neuen Aufgaben

17. November 2017 Tobias Schmohl Keine Kommentare

Wolfgang Nieke ist wohl einer der prominentesten Bildungswissenschaftler, die sich aktuell mit dem Thema „Wissenschaftsdidaktik“ befassen. Wir hatten bereits im Beitrag unten darauf hingewiesen, dass wir ihn am 28.11. zu Gast am HUL haben werden. Der Nachmittag beginnt um 14:00 Uhr mit einem Vortrag in unserer Ringvorlesungsreihe, an den sich eine Diskussion anschließt. Danach gehen wir in einen Austausch mit Workshopcharakter über, in dem wir einzelne Stränge aus Vortrag und Diskussion systematisch vertiefen können. Interessierte sind — wie immer — herzlich eingeladen:

  • Dienstag, 28.11.2017, ab 14.00 Uhr
  • HUL, Raum 2018

Der Nachmittag dürfte spannend werden: Nieke kritisiert die bisherige Hochschuldidaktik in einem Buch mit dem Titel „Wissenschaftsdidaktik vor neuen Aufgaben“ (das den programmatischen Untertitel „Bildung durch Wissenschaft“ trägt und das in Kürze erscheinen wird) als zu sehr inhaltsunabhängig und begründet wissenstheoretisch eine quasi fachdidaktische Wissenschaftsdidaktik mit entsprechenden kategorialen Differenzen je nach Wissenskultur. Das ist nun natürlich kein neuer Gedanke, er wurde nur in den vergangenen Jahrzehnten von dem inhaltsunabhängigen Konzept ganz in den Hintergrund gedrängt, indem auf Schlüssel- und Basisqualifikationen – auch Rhetorik, Präsentation etc. – fokussiert wurde. Das alles ist nach Wolfgang Niekes Ansicht nicht falsch, aber es reicht nicht hin, um die empirisch ermittelbaren Probleme in den Disziplinen wirksam anzugehen.

Erfahrungshintergrund für diese Argumentation ist das in Rostock stattfindenden Projekt KOSMOS, in dem es um nichttraditionale Studierende geht, die wiederum spezifische Verständnis- und Kompetenzaufbauprobleme im Studium haben können, die nicht zufriedenstellend mit den bisherigen Mitteln der Hochschuldidaktik bearbeitet werden können.

 

Wissenschaftsdidaktik

Videomitschnitt Prof. Allert

16. November 2017 Tobias Schmohl Keine Kommentare

Zum Thema „Digitalisierung und Unbestimmtheit“ hatte Heidrun Allert bereits im Juni bei uns einen Vortrag gehalten. Es ging um die aktuelle universitäre Bildung, den Umgang mit Unbestimmtheit und die Performativität sozio-materieller Praktiken.

Leider hatten wir ein paar technische Schwierigkeiten mit dem Video-Mitschnitt, sodass er jetzt erst online geschaltet werden kann… Besser spät als nie — unten findet sich ihr Beitrag nun also zum Nachsehen.

Das Verhältnis der Hochschuldidaktik zu den Fächern

15. November 2017 Tobias Schmohl Keine Kommentare

Prof. Dr. Ingrid Scharlau wird am 11.12. (16 Uhr) bei uns zum Konzept einer fachsensiblen Hochschuldidaktik referieren:

Die Frage, wie die Hochschuldidaktik sich zu den Fächern zu verhalten habe, ist noch nicht abschließend beantwortet. Was gewinnt man durch eine fachspezifische Hochschuldidaktik, was durch eine fächerübergreifend-allgemeine Hochschuldidaktik? Hat man dem von Seiten der Fächer häufig vorgebrachten Argument, im eigenen Fach sei es aber anders, nachzugehen oder gar nachzugeben, und wenn, in welcher Weise? Der Vortrag erläutert das Konzept der fachsensiblen Hochschuldidaktik, das im Weiterdenken von Forschungsergebnissen Pierre Bourdieus und Ludwig Hubers sowie von Konzepten interdisziplinärer Arbeit entwickelt wurde. Dabei werden auch neuere Untersuchungsergebnisse zu der Frage vorgestellt, ob Fachkulturen heute noch so prägend für die wissenschaftliche Sozialisation sind, wie sie es in den 80er Jahren waren.

  • HUL, Raum 2018 (Schlüterstraße 51, 20146 Hamburg)
  • 11.12.2017, Beginn 16:00 Uhr s.t.

Wissenschaftsdidaktik

30. Oktober 2017 Tobias Schmohl Keine Kommentare

Am 28.11.2017 (ab 14.00 Uhr) wird Wolfgang Nieke am HUL zu Gast sein. Sein Thema umkreist die These, dass die bisherige Hochschuldidaktik versucht, inhaltsunabhängig zu argumentieren. Eine Wissenschaftsdidaktik (nach dem Muster der schulischen Fachdidaktiken, aber mit Fokus auf die Besonderheiten des universitären Studiums – das sich von dem an einer Fachhochschule unterscheiden soll und darf) könnte dieser Entwicklung zuwiderlaufen, indem sie mehr, anderes und besser auf die Herausforderung für Studierende und Lehrende antworten würde. Sie kann nur in enger Kooperation von FachwissenschaftlerInnen und BildungswissenschaftlerInnen entstehen, also gerade nicht universal alles und jedes behandeln und auch nicht im bisherigen institutionellen Kontext, d.h. von personell schwach ausgestatteten hochschuldidaktischen Zentren allein als Nachwuchsförderung betrieben werden. Wolfgang Nieke wird seine Argumentation anhand des Forschungsprojekts KOSMOS an der Universität Rostock exemplifizieren und von den Ergebnissen aus diesem Projekt berichten.

Alle Interessierten sind – wie immer – herzlich zu uns ans HUL (Raum 2018) eingeladen.

Seite 1 von 2